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Hirnschmalzenergie ist für mich nach 18 Jahren Berufserfahrung die hochwertigste Energieform überhaupt und es wird verdammt verschwenderisch mit ihr umgegangen obwohl sie sehr knapp ist.

In den seltensten Fällen begegnet man ihr in der Form eines Geistesblitzes.

Wie bei einem echten Blitz wird auch bei einem Geistesblitz in einem Augenblick so viel Energie frei, dass damit durchaus die Arbeit von mehreren Wochen erledigt sein kann.

Das ist aber leider sehr sehr selten.

 

Wesentlich häufiger trifft man auf die verschiedensten Formen der Verschwendung von Hirnschmalzenergie (HS-Energie). Besonders deutlich tritt das immer dann zutage, wenn man sich weg von der Technik und hin zum Recht bewegt. Z. B. Genehmigungsrecht. Für die Genehmigung einer lächerlich kleinen Hackschnitzelheizung in welcher Pferdeeinstreu aus Hobelspänen mitverbrannt werden sollen wurden unter anderem Verlangt:

  • ein Immissionsgutachten des LfU (Landesamt für Umweltschutz)
  • eine UVP-Vorprüfung (Umweltverträglichkeitsprüfung)
  • ein TÜV-Gutachten
  • Stellungnahmen diverser Ämter
  • Öffentliche Auslegung der Genehmigungsunterlagen

Da von Seiten der Behörden nicht zu klären war ob der Pferdeapfel ein Brennstoff oder ein Abfallstoff (dann bräuchte er einen Abfallschlüssel) ist, wurde die ganze Angelegenheit dem Länderausschuss für Rechtsfragen übergeben.

Hirnschmalzstunden

Kosten geschätzt für das Genehmigungsverfahren: 25.000,-- EUR. Teilt man das durch einen Ingenieurstundensatz von 60,-- EUR so kommt man auf ca. 400 Hirnschmalz-Stunden. Was hätte man damit alles anfangen können?

Die vielen Beamtenstunden für die Erstellung und Bearbeitung der ganzen Formulare und den Entwurf der ganzen Rechtsvorschriften sind dabei noch nicht mitgerechnet.

Hirnschmalzenergie

Wie viel Primärenergie eine Stunde Hirnschmalzenergie enthält ist schwer zu sagen. Dazu müsste man vermutlich alles was der Mensch innerhalb eines Jahres so konsumiert, was er an Heizenergie verbraucht, was er an Benzin verfährt zusammenaddieren und durch ca. 1.500 Nutz-Hirnschmalz-Stunden teilen. Das ist so die durchschnittliche effektive Jahresarbeitszeit eines Arbeitnehmers.

Auch wenn sich der Wirkungsgrad der Umsetzung von Primärenergie in Hirnschmalzenergie nicht genau ermitteln lässt. Er ist verdammt gering. Und umso höher sollte man sie schätzen.

Einfache Lösungen

Über diese Zusammenhänge mache ich mir schon lange Zeit Gedanken mit dem Ergebnis, dass ich bei allem, was ich plane zu allererst danach frage ob das sinnvoll ist. Sie bekommen von mir daher in erster Linie die einfachen Lösungen angeboten. Alles was zu kompliziert ist und vom Kunden zuviel Hirnschmalz abverlangt funktioniert auf Dauer nicht. Das sieht man an den vielen kommunalen Solaranlagen, die nicht den gewünschten Ertrag bringen weil sie einfach nicht richtig eingestellt sind.