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Gemeint ist hier im Wesentlichen das Energiecontracting, was so viel bedeutet wie Wärmelieferung statt selbst Wärme zu erzeugen.

Ein Praxisbeispiel:

Eine Kommune muß die Heizungsanlage ihrer Schule erneuern. Im Vermögenshaushalt sind dafür aber keine Mittel vorhanden. Selbst die Aussicht, dass zukünftig nach der Sanierung der Heizung die Energiekosten um ca. 30% sinken und die Maßnahme daher langfristig eine Kosteneinsparung bringt, ändert nichts an der Tatsache. Es ist kein Geld da. Die alte Anlage muss einfach noch ein paar Jahre halten.

Hier kommt der Contractor ins Spiel. Das kann durchaus der Heizungsbauer um die Ecke sein. Es kann aber auch ein Großunternehmen sein, welches sich auf Contracting spezialisiert hat. Dieser Contractor bietet nun an, die Heizungsanlage zu installieren ohne dafür Geld zu verlangen. Die Heizung bleibt in seinem Eigentum und er verkauft der Kommune für eine festgelegte Zeit die erzeugte Wärme.

Im Idealfall ist der Wärmepreis nicht höher als die bisherigen Heizkosten. Der Contractor profitiert von der erzielten Einsparung. Das nennt man dann Einspar-Contracting.

Ein Beispiel für ein durchgeführtes Contracting ist die Gemeinde Ruhpolding. Dort wurde ein Holz-Hackschnitzel-Heizwerk im Contracting errichtet.

 

   

Die MVV Energie AG aus Mannheim übernahm den Bau und die Finanzierung des Heizwerkes und beliefert seit ca. 2 Jahren die Gebäude
- Wellenbad
- Freibad
- Schule und Turnhalle
- Kurhaus
- Rathaus
- Altenheim
mit Wärme.

Eine Nachbetrachtung ergab jetzt, dass der Wärmepreis günstiger ist, als wenn die Gemeinde mit Öl heizen würde.

Eine ausführliche Beschreibung des Projektes finden Sie auf der Homepage des Ingenieurbüro KESS. Für dieses Ingenieurbüro habe ich zusammen mit anderen Kollegen das Ruhpoldinger Projekt geplant und auch die Contracting-Ausschreibung durchgeführt.